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Cum-Ex für die Medien kein Thema

Derzeit ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen eine Vielzahl dieser Finanzinstitute die Cum-Ex Transaktionen "genutzt" haben. Doch die Medien und die Bevölkerung scheint es nicht sonderlich zu interessieren. Nebenbei wurde heute morgen im Radio erwähnt, dass die LBBW 100 Millionen Euro zurückgezahlt hätte. 100 Millionen! haben sie vom Fiskus (Steuerzahler) betrügerisch geholt. Aber die deutschen Medien schreiben lieber über den schlimmen "Zappelstrom".

Einzig die Süddeutsche Zeitung berichtete, mit Verweis auf die Bundesländer, dass in zehn Fällen bereits wegen des Verdachtes auf Steuerhinterziehung ermittelt werde. Untersucht werden jedoch derzeit weit aus mehr Fälle., besonders betroffen ist Hessen mit dem Finanzstandort Frankfurt, hier sollen 30 Verfahren laufen. Bayern untersucht derzeit 8 Fälle, Nordrhein-rheinWestfalen 5 Fälle, Baden- Württemberg mit 13 und Hamburg ist mit 2 Fällen betroffen. Die Schadenshöhe in Hessen, Bayern und Nordrhein-RheinWestfalen wird von den Ermittlungsbehörden derzeit mit rund 1,4 Milliarden Euro beziffert. Von den beiden übrigen Ländern liegen noch keine offiziellen Angaben über die Schadenshöhe vor. Insgesamt gehen die Finanzbehörden in ihren konservativen Schätzungen von einem Schaden für den deutschen Fiskus in einem hohen einstelligen Milliardenbereich aus.

Cum-Ex-Transaktionen scheinen in der Finanzbranche weit verbreitet gewesen zu sein. So wurden in Verbindung mit dem Dividendenstripping namentlich bereits die HypoVereinsbank (HVB) bekannt, die diese Transaktionen für das Eigengeschäft genutzt hat und auch den Kunden angebot. Des Weiteren wurden die LBBW und die HSH als Landesbanken von Baden Württemberg und Hamburg/Schleswig Hollstein in Verbindung mit Ermittlungen zu den Cum-Ex-Transaktionen genannt. Bei der LBBW soll das Schadensvolumen 100 Millionen Euro betragen und die HSH hat bereits 127 Millionen Euro an den Fiskus zurückgezahlt. Die britische Bank Barclaeys steht im Verdacht,  dem deutschen Steuerzahler jährlich bis zu 280 Millionen Euro Schaden verursacht haben. Barclaeys soll dieses Vorgehen für die Jahre 2007 -2010 sogar in einem Strategiepapier beschrieben haben. Auch die französiche BNP Paribas, die schweizer Credit Suisse, die schweizer Sarasin Bank und die Dresdner Bank stehen offenbar im Verdacht, Steuerbetrug mit Cum-Ex-Transaktionen begangen zu haben.  Allerdings soll die Commerzbank nach der Übernahme der Dresdner Bank die Geschäfte sofort eingestellt haben.