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Die friedliche Nutzung der Photovoltaik

Einfache, dünne Platten die Strom produzieren wenn die Sonne darauf scheint – Genial. Ohne Verbrauch von endlichen Ressourcen und ohne umwelt- und gesundheitsgefährdende Emissionen.  Dezentral und kleinteilig ermöglichen sie Licht in die entlegensten Winkel unserer Erde zu bringen. Wahrscheinlich ist diese Teilbarkeit und Kleinteiligkeit der Photovoltaik in der entwickelten Welt ihr größtes Problem. Denn wenn Technologien nicht durch große Konzerne dominiert und genutzt werden können, haben sie kaum Chancen verwirklicht zu werden.

Doch die Dominanz der Konzernstrukturen wiederstrebt den Menschen. Sie fühlen sich Unwohl in einem Umfeld, welches nicht mehr von Menschen sondern von der Wirtschaftsunternehmen gestaltet wird. Das haben die Bürger in Deutschland erkannt und gehandelt. Sie haben die Energiewende in Deutschland in die Hand genommen. Im Jahr 2013 erzeugten 1.4 Millionen Photovoltaikanlagen in Deutschland 30 TWh Strom und deckten 5,7% des Nettostromverbrauchs. Gemeinsam haben die Erneuerbaren 29% des deutschen Nettostromverbrauchs gedeckt. Diesen Strom erzeugen Bürger für Bürger (Fraunhofer ISE, 2014). 

Speziell der Ausbau der Photovoltaik schadet den großen Energiekonzernen. Photovoltaikanlagen produzieren dann Strom wenn der Strompreis am höchsten ist. So verlieren die Konzerne den Teil der Stromproduktion, den sie am teuersten verkaufen könnten.  Das trifft sie doppelt. Denn speziell im Bereich der Photovoltaik haben sie sich bisher wenig engagiert. Eon, EnBW, RWE und Vattenfall waren 2010 nur Eigentümer von 0,2% der installierten Photovoltaikanlagen. Die Photovoltaik hat als erneuerbare Energie Vorrang vor konventioneller Energie und verdrängt diese. Den hochpreisigen Strom produzieren heute hauptsächlich die Bürgerinnen und Bürger.

Denn das Erzeugungsprofil von Photovoltaikanlagen passt gut zum Lastprofil in Deutschland. Trotzdem wird es in den kommenden Jahren keine Überproduktion aus Photovoltaikanlagen geben. Die Produktion bewegt sich im Bedarfsband zwischen 40 – 80 GW. Der zunehmende Ausbau der Photovoltaik wird jedoch der Anteil den konventionelle Anlagen der Energieversorger zur Stromversorgung bereitstellen geringer.

Deshalb werden die Konflikte zwischen konventionellen und erneuerbaren Kraftwerken weiter zunehmen. Die Bürgerkraftwerke treten gegen konventionelle Kraftwerke an. Die konventionellen Kraftwerke reduzieren heute ihre Leistung mit zunehmendem Strom aus den Erneuerbaren nicht, sondern lassen diese konstant produzieren. Deshalb exportiert Deutschland große Mengen Strom ins Ausland. Im Jahr 2013 lag der deutsche Stromexportüberschuss bei 32 TWh. Im gleichen Jahr stieg der Anteil aus Stein- und Braunkohlestrom deutlich stärker als die Stromproduktion aus Photovoltaikanlagen.

Photovoltaikanlagen gehören im Jahr 2010 zu 39,2% Privatpersonen und 21,2% Landwirten. Damit befinden sich über die Hälft der Anlagen direkt im Besitz von deutschen Bürgerinnen und Bürgern. Und diese bauen weiter Photovoltaikanlagen in Deutschland. Sie ernten die Sonnenstrahlen auf ihren eigenen Häusern oder gemeinschaftlich in Bügersolarstromanlagen. In der Gemeinde Steinwalde wird im Juni der Bau eines weiteren Bürgersolarparks beginnen. Dieser besteht aus mehreren voneinander unabhängigen Einzelanlagen, die gemeinsamen auf einer Fläche errichtet werden.

Jeder beteiligte Bürger wird Eigentümer einer unabhängigen, eigenen Anlage und selbst Stromproduzent.


Die einzelnen Anlagen in BürgerSolarPark Steinwalde:


http://www.solarart.de/Ich-moechte-in-eine-Photovoltaikanlage-investieren/So.SteinWald.Pa,4279.html


sind ab einer Leistung von 5,00 kWp oder einer Vielzahl dieser Teilanlagen zu erwerben.

Jeder Bürger kann dadurch die Anlagengröße selbst zusammenstellen, je nach dem wie viel Geld der Einzelne anlegen will. Denn Bürgerbeteiligungsanlagen sind für den einzelnen Beteiligten nicht nur ein nachhaltiges Engagement für eine Veränderung der Energieversorgung, sondern auch eine sichere Geldanlage. Möglich wird dies, da die Bürger direkt in produzierende Sachanlagen investieren. Anders als bei schwächelnden Kapitallebensversicherungen und an Zinsarmut leidenden Sparbüchern werden die Beteiligten Eigentümer eigener Anlagen und verkaufen den produzierten Strom mit angemessenen Renditen. Sie sind frei in der finanziellen und steuerlichen Gestaltung. Beispielsweise kann für die Anlagen ein Investitionsabzugsbetrag in Anspruch genommen oder durch Sonderabschreibungen die individuelle Steuerschuld gestaltet werden. 

Photovoltaik ermöglicht eine sichere, zuverlässige Energieversorgung. Sie ist Grundlage für eine friedliche Entwicklung der Wirtschaft und jeder Bürger kann sich beteiligen. Jedem, dem sowohl ein Beitrag zum Klimaschutz wichtig ist als auch eine sichere Geldanlage, kann diese Energie nutzen. Denn gemeinschaftliche Solarstromanlagen auf gemieteten Flächen bieten allen Bürgern die Möglichkeit einen Beitrag zu Veränderung der Welt zu leisten.